Für Adrian, Teil des Teams für Sponsoring, und Mani, zuständig für die FLINTA –Treffen, beginnt ehrenamtliches Engagement mit einer persönlichen Erfahrung. Beide möchten heute den Ort mitgestalten, den sie selbst als junge queere Menschen gebraucht hätten. Adrian beschreibt seine Motivation damit, heute die Person sein zu wollen, „die ich selbst gebraucht hätte, wie ich noch jugendlich war“. Mani verfolgt mit dem FLINTA-Treff denselben Gedanken und möchte einen sicheren Raum schaffen, „den mein jüngeres Ich damals dringend gebraucht hätte“.
Auch Obmensch Oskar engagierte sich bereits im Vorgängerverein Queeriosity. Nach dessen Ende wollte er nicht akzeptieren, dass queeren Menschen in St. Pölten erneut ein wichtiger Treffpunkt verloren geht. Aus diesem Wunsch entstand schließlich ST. PRIDE – ein Verein, der Menschen verbindet und das ganze Jahr über Begegnungsräume schafft.
Jede Mithilfe macht einen Unterschied
Damit aus diesem Engagement eine funktionierende PRIDE wird, braucht es jedoch nicht nur Menschen, die mithelfen möchten, sondern auch jemanden, der all diese Unterstützung koordiniert. Genau darum kümmert sich Tatjana in der Ehrenamtskoordination. Für sie ist klar: „Ohne ehrenamtliche Helfer:innen wäre die PRIDE in St. Pölten nicht möglich.“ Gleichzeitig möchte sie möglichst vielen Menschen die Scheu nehmen, sich einzubringen: „Sichtbarkeit ist wichtig – auch in Niederösterreich – und jede Mithilfe macht einen Unterschied, miteinander können wir viel bewegen und es gibt für jede Person eine passende Möglichkeit zum Einbringen.“
Für viele Ehrenamtliche geht es dabei um weit mehr als die Organisation von Veranstaltungen. Es geht darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich willkommen fühlen. Adrian spricht von einem Ort, an dem Menschen füreinander da sind, Mani von Gemeinschaft und Solidarität. Oskar beschreibt ST. PRIDE als einen Ort, an dem Menschen sich ausprobieren dürfen und willkommen bleiben – unabhängig davon, wohin ihr persönlicher Weg sie führt.
Ehrenamt, das Menschen verbindet
Natürlich bedeutet Ehrenamt auch Verantwortung. Vieles geschieht im Hintergrund und bleibt für Besucher:innen unsichtbar. Gleichzeitig sind es oft genau diese kleinen Beiträge, die den größten Unterschied machen – sei es ein gelungenes Community-Treffen, eine gut organisierte PRIDE oder einfach das Gefühl, dass jemand da ist, wenn Unterstützung gebraucht wird.
Ehrenamt bedeutet bei ST. PRIDE weit mehr, als Veranstaltungen zu organisieren. Es bedeutet, Verantwortung füreinander zu übernehmen, Gemeinschaft entstehen zu lassen und den Ort mitzugestalten, den sich viele selbst einmal gewünscht hätten. Denn genau so ist ST. PRIDE in den vergangenen fünf Jahren gewachsen – und genau so wird der Verein auch in Zukunft weiterwachsen.






